Lokales Saatgut für mehr Vielfalt

Steckbrief
Xitonga, Mukadzi, Raposta und Kenha - das sind die Namen von lokalen Maissorten in Mosambik. Diese Sorten waren schon fast verschwunden. Denn Agrar-Großkonzerne drängen mit hochindustriellem Saatgut, sogenannten Hybrid-Saatgut, auf den afrikanischen Markt. Das Problem: Die Samen lassen sich nicht vermehren. Im nächsten Jahr muss dann erneut Saatgut gekauft werden. „Jetzt bauen wir die alten Sorten wieder an“, erläutert Emília Francisco aus der Provinz Manica. „Unser lokaler Mais lässt sich gut lagern, viel besser als die Hybrid-Sorten.“
Der Kleinbauernverein UNAC – unsere Partnerorganisation – unterstützt Bäuerinnen und Bauern wie Emília Francisco dabei, Saatgut zu vervielfältigen und traditionelle Sorten zu bewahren. Denn in Mosambik ist der freie Austausch von lokalem Saatgut gefährdet. Kleinbäuerinnen und -bauern sollen patentiertes oder zertifiziertes Hybrid-Saatgut nutzen, wenn es nach dem Willen der Agrar-Großkonzerne und der Regierung geht. Dadurch gelangen sie in Abhängigkeit von den Produkten der Konzerne: Hybrid-Saatgut, synthetische Düngemittel, Pestizide; ein teures und giftiges Paket der Agrar-Konzerne – zu Lasten der Menschen, der Umwelt und der Vielfalt auf den Feldern.
Xitonga, Mukadzi, Raposta und Kenha - das sind die Namen von lokalen Maissorten in Mosambik. Diese Sorten waren schon fast verschwunden. Denn Agrar-Großkonzerne drängen mit hochindustriellem Saatgut, sogenannten Hybrid-Saatgut, auf den afrikanischen Markt. Das Problem: Die Samen lassen sich nicht vermehren. Im nächsten Jahr muss dann erneut Saatgut gekauft werden. „Jetzt bauen wir die alten Sorten wieder an“, erläutert Emília Francisco aus der Provinz Manica. „Unser lokaler Mais lässt sich gut lagern, viel besser als die Hybrid-Sorten.“
Der Kleinbauernverein UNAC – unsere Partnerorganisation – unterstützt Bäuerinnen und Bauern wie Emília Francisco dabei, Saatgut zu vervielfältigen und traditionelle Sorten zu bewahren. Denn in Mosambik ist der freie Austausch von lokalem Saatgut gefährdet. Kleinbäuerinnen und -bauern sollen patentiertes oder zertifiziertes Hybrid-Saatgut nutzen, wenn es nach dem Willen der Agrar-Großkonzerne und der Regierung geht. Dadurch gelangen sie in Abhängigkeit von den Produkten der Konzerne: Hybrid-Saatgut, synthetische Düngemittel, Pestizide; ein teures und giftiges Paket der Agrar-Konzerne – zu Lasten der Menschen, der Umwelt und der Vielfalt auf den Feldern.
Raus aus der Abhängigkeit
Jede alte Sorte, die bewahrt werden kann, jedes Saatkorn, das aufgeht, bringt Hoffnung mit sich. Hoffnung auf ein Leben mit ausreichender und vielfältiger Ernte und gutem Essen für alle. Unterstützen Sie INKOTA-Partnerorganisation UNAC dabei. Spenden Sie für Saatgut-Startpakete, für Getreide-Waagen, für Arbeitsmaterial. Mit Ihrer Spende können Sie Saatgut retten!






In Mosambik Saatgut retten!

UNAC unterstützt Bauern und Bäuerinnen in ganz Mosambik bei ihrem Kampf ums eigene Saatgut, nimmt in der Hauptstadt Maputo Einfluss auf die Landwirtschaftspolitik und setzt sich für pro-bäuerliche Saatgutgesetze ein. Auch international ist UNAC gut vernetzt, zum Beispiel in dem internationalen Bündnis La Via Campesina. Genauso wichtig ist aber die praktische Arbeit auf den Feldern: In den Provinzen Manica und Sofala in Zentralmosambik führt UNAC ein Projekt durch, um lokale Sorten zu sichern. Jetzt weitet UNAC das erfolgreiche Konzept aus auf die Distrikte Macate, Báruè und Gorongosa mit 11 Bauerngenossenschaften. Die Böden in der Region sind fruchtbar und das Klima ist gut geeignet für die Landwirtschaft. Gemeinsam bauen die Landwirt*innen Mais, Maniok, Süßkartoffeln und Gemüse in lokalen Varianten an, vervielfältigen das Saatgut auf ihren Feldern und tauschen es auf Saatgutbörsen untereinander aus.
Dokumentation über die Arbeit unserer Partnerorganisation UNAC in Mosambik

Krisenfester dank lokalem Saatgut
Damit profitieren alle Menschen in den drei Distrikten von dem Projekt ─ und das lokale Saatgut und die Vielfalt der Sorten werden für die nächsten Generationen bewahrt. Das macht die Ernte anpassungsfähiger, auch an Klima-Änderungen und in Krisen. Als 2019 ein Zyklon viele Ernten komplett zerstörte, halfen Saatgutbanken und die Vernetzung der Bäuerinnen und Bauern: Wer kein Saatgut mehr hatte, konnte über die Tauschbörsen von UNAC trotz Zyklon und Überschwemmungen neues Saatgut erhalten. Mais, Bohnen, Zwiebeln oder Tomaten konnten neu ausgesät werden – und in den Genossenschaften konnte eine Hungernot abgewendet werden.
Unabhängigkeit durch freies, lokales Saatgut
UNAC will die Ernährungssouveränität der Menschen sichern. Der freie Zugang zu eigenem Saatgut ist für die Bauern und Bäuerinnen in Mosambik lebenswichtig. Denn für teures Saatgut, chemischen Dünger und Pestizide haben sie kein Geld. Ein Großteil der Landbevölkerung lebt von der Subsistenzwirtschaft ─ eine Missernte hat fatale Folgen für sie.
Krisengewinner Agrar-Großkonzerne
Die aktuelle INKOTA-Studie zu Düngemitteln legt offen: In Kriegs- und Krisenzeiten steigen Gewinne und Aktienkurse. Auf Kosten der Hungernden. Lesen Sie hier mehr.
